Coitus Analis – Analverkehr

Coitus Analis stammt etymologisch aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Analverkehr. Beim Analverkehr wird der erigierte Penis eines Mannes nicht wie beim Vaginalverkehr in die Scheide einer Frau, sondern in den After einer anderen Person eingeführt.

Während noch in der nahen Vergangenheit die veraltet auch Poliebe genannte Sexpraktik als verpönt galt, so zeigen aktuelle Studien heute, dass es bei mehr als einem Drittel aller Befragten als gängige Praxis betrieben wird. Paare „stoßen“ zunehmend mehr auf Interesse das Hintertürchen zu nutzen und entdecken diese als äußerst erogene Zone auf ihren erotischen Entdeckungsreisen.

Poliebe – Was ist zu beachten?

Vor allem beim weiblichen Geschlecht bringt der Gedanke an Analverkehr oftmals einige Sorgen und Ängste mit sich.

Das wichtigste ist beim Analverkehr, dass er einvernehmlich und nicht gegen den Willen eines anderen geschieht.

Haben beide den Wunsch sich an diese Art von Coitus heranzutasten und auszuprobieren, sollten einige Dinge berücksichtigt werden, damit es insbesondere für den passiven Partner nicht schmerzhaft, sondern auch erregend verläuft.

Analverkehr – Die Hygiene

Eine der größten Bedenken beim Coitus Analis dürfte es sein, dass es hierbei „schmutzig“ werden könnte, da der anale Schließmuskel die Abgabe des Exkrementes reguliert.

Doch keine Panik liebe Liebenden, der Anus eines gesunden Menschen bietet kaum Fläche für schädliche Bakterien. Zudem bleibt im Rektum nach einem Stuhlgang kaum Exkret zurück.

Dennoch sollte die Hygiene vor dem Liebesspiel nicht zu kurz kommen, vor allem, wenn gewisse Zungenspielchen am Anus zusätzlich zum Einsatz kommen sollten.  Neben der äußerlichen Reinigung durch eine Dusche oder einem Bad, kann man vorher auch eine Analdusche durchführen, um den Darm von möglichen unliebsamen Überraschungen zu befreien. Die Analdusche lässt sich am einfachsten durch einen Klistier oder einen speziellen Duschkopfaufsatz erledigen.

Danach fühlen sich viele Frauen meist sicherer und können den Analverkehr eher genießen. Denn wenn Ihr nicht das Bedürfnis habt eine Toilette aufzusuchen, befindet sich in der Regel auch nichts in Eurem Rektum und Ihr müsst auch keine unerfreuliche Gerüche befürchten.

Eine Absprache mit dem Partner vor dem Posex kann Euch diesbezüglich einige Eurer Ängste nehmen. Wie immer im Leben gilt auch bei der Nutzung der Hintertür: Reden hilft, um den Eintritt zu erleichtern.

Analverkehr – Schmerzen vermeiden

Der häufigste Grund, wieso es beim Analverkehr zu Schmerzen kommen kann ist, dass der Anusmuskel zu angespannt ist. Um dem vorzubeugen, gibt es einige Varianten den Muskel zu entspannen oder ein wenig „vorzudehnen“.

Schafft eine angenehme Atmosphäre, Kerzenlicht, gedimmtes Licht und dezente, sinnliche Musik im Hintergrund. Dabei das Lieblingsmassageöl des passiven Partners verwenden, um sich vorab eine ganz entspannte Ganzkörpermassage zu schenken. Dies führt üblicherweise ganz von selbst dazu, dass sich der Körper und alle Muskeln entspannen.

Zusätzlich kann man einen sogenannten Analplug verwenden. Diesen mit etwas Gleitgel einführen und einige Minuten (zum Beispiel während der sinnlichen Massage) einbehalten. Dadurch wird der Anusmuskel bereits vorgedehnt und das Eindringen von dem Penis des Liebsten fühlt sich angenehmer an.

Beim Eindringen sollte der Mann jedoch sehr behutsam und vorsichtig agieren. Am besten erst einmal mit dem Finger beginnen. Wenn das funktioniert hat, langsam die Eichel einführen und Stück für Stück vortasten. Ist der Penis eingeführt, diesen ein wenig unbewegt im Anus lassen, damit der Darmgang sich etwas weiten kann. Diese Gelegenheit kann gut dazu genutzt werden, die Partnerin respektive den Partner mit zärtlichen Küssen zu liebkosen. Wer es natürlich etwas härter bevorzugt und seine Grenzen austesten möchte, der sollte mit seinem Partner über seine Fantasien und möglicherweise Interessen hinsichtlich Sado Maso sprechen.

Fühlt sich etwas nicht gut an oder schmerzt zu sehr, sollte dies direkt kommuniziert werden, da es für beide ein schönes Erlebnis sein sollte.

Ansonsten ist es abhängig von einem selbst und seinem Gegenstück, wie schnell, intensiv oder lang der Akt dauern und voran gehen soll. Lasst euch am besten treiben und entscheidet selbst, was sich gut anfühlt und was nicht. Lasst euch auf den anderen ein, genießt die Nähe und macht vor allem nichts und lasst nichts zu, was gegen euren Willen geschieht.

Nie den Stiel vom Schokoladen- ins Erdbeereis tunken

Auch wenn es in einigen erotischen Filmchen zu sehen ist, solltet Ihr nach dem Posex niemals direkt mit dem Vaginalverkehr weiter machen. Zwar ist der Enddarm kein Bakterienherd bzw. ein schmutziges Organ, dennoch befinden sich hier Bakterien, die nicht in die Vagina gelangen sollten. Diese Bakterien können unangenehme Infektionen verursachen, wie zum Beispiel eine Blasenentzündung. Um dies zu vermeiden, solltet Ihr Euren Penis nach dem Analverkehr waschen oder das Kondom wechseln. Warmes Wasser und eine herkömmliche Handseife reichen dafür vollkommen aus.

Ansonsten sollte gelten, alles ist erlaubt, was beiden Freude bereitet.